Von Biggy
Neugierig und genussfreudig.
19/09/2025

Von Biggy
Neugierig und genussfreudig.
19/09/2025
Wenn es um Raclette oder Käsefondue geht, ist der erste Verbündete der Weißwein. Seine Frische nimmt dem Käsefett die Schwere und macht Lust, die Gabel gleich wieder einzutauchen. In der Westschweiz denkt man ganz selbstverständlich an den Chasselas. Ob aus dem Lavaux, von La Côte oder aus dem Wallis – er bringt Mineralität und Feinheit mit. Er ist der ideale Partner: zurückhaltend, aber präsent, fähig zu veredeln, ohne zu überdecken.
Ein kleiner Abstecher ins Wallis führt auch zur Petite Arvine. Ausdrucksstärker, mit Noten von Zitrusfrüchten und Rhabarber, belebt sie ein moitié-moitié-Fondue mit unwiderstehlichem Pep. Wer das Originelle mag, kann zu einem Heida (Walliser Savagnin) greifen: etwas fülliger und leicht würzig.
Wenn Sie nur auf Rot schwören, müssen Sie nicht verzichten. Wichtig ist, bei leichten, tanninarmen Weinen zu bleiben, die den Käse nicht überdecken. Im Wallis passt ein fruchtiger Pinot Noir hervorragend. Im Kanton Waadt kann man sich auch zu einem Gamay verführen lassen, schmackhaft und geschmeidig, der gut zu einer mit Charcuterie servierten Raclette passt.
Die Falle, die es zu vermeiden gilt? Zu kräftige oder holzbetonte Rote: Sie sättigen den Gaumen und lassen den Käse schwer wirken. Für einen geselligen Abend möchte man Frische und Trinkfluss bewahren.
Raclette und Fondue stehen für Geselligkeit, und der Wein, der sie begleitet, sollte dieses Vergnügen verlängern. Die Schweiz hat das Glück, eine unglaubliche Palette an weißen Rebsorten zu bieten, die zu diesen Gerichten passen. Also lassen Sie sich das nächste Mal, wenn der Käse auf dem Tisch schmilzt, von der Neugier leiten: ein Chasselas für die Tradition, eine Arvine für die Energie oder sogar ein leichter Pinot Noir für Rotliebhaber. Die beste Kombination ist oft die, die man mit Begeisterung teilt.