Griechische Weine: sofortiger Genuss

Verkostung griechischer Weine auf einer sonnigen mediterranen Tafel
Biggy’s Favorit

Von Biggy

Neugierig und genussfreudig.

02/04/2026

Berge, windgepeitschte Inseln, zu Körben geflochtene Rebstöcke … Griechenland rückt mit Weinen von klarem, leuchtendem Stil und ungemeiner Trinkigkeit wieder in den Vordergrund. Welche Flaschen begeistern immer mehr Weinliebhaber? Ein Rundgang, Glas in der Hand, ohne unnötigen Jargon.

Weißweine: die große Rückkehr der Sonne ins Glas

Wenn Sie irgendwo anfangen sollten, dann mit dem ikonischen Assyrtiko von Santorin. Trocken, geradlinig, vibrierend – er duftet nach Zitrone, nach warmem Stein nach dem Gewitter und bisweilen einer kleinen salzigen Note – kein Wunder, die Reben wachsen ganz nah am Meer. Zu Austern, Ceviche oder im Ofen gebackener Dorade macht es sofort „Klick».

Lust auf blumigere Aromen? Die Malagousia zeigt eine charmante Nase von weißem Pfirsich und frischen Kräutern und bleibt dabei klar und frisch am Gaumen. Perfekt zu Tomatensalat mit Feta und Basilikum … oder zu Sushi. Und für neugierige Gaumen bietet ein Moschofilero aus Mantinia leichte Zitrusnoten und einen Hauch Rose, ohne ins Süße abzurutschen.

Rotweine: mit Charakter, aber bekömmlich

Der griechische Rotwein, der am schnellsten aufholt, ist der Xinomavro. Er wird bisweilen mit großen Weinen aus Norditalien verglichen – wegen seiner Kirsche-, getrockneten Tomaten- und Pfeffernoten bei zugleich schlanker Struktur. Am Tisch denkt man mediterran: Lamm mit Kräutern, geröstetes Gemüse, Auberginen-Lasagne.

Geschmeidiger verführt der Agiorgitiko aus Nemea mit reifen roten Früchten und milden Gewürzen. Die Art von Flasche, die alle an einen Tisch bringt – zum Sonntagsbraten vom Huhn oder zu einer ernsthaften Pizza. Und wenn Sie weichere Weine mögen, schauen Sie nach Kreta: Liatiko und Kotsifali ergeben helle, würzige, sehr süffige Rotweine.

Schaumweine, Rosés und … die neue Retsina

Überraschung: Die Rosés aus Amyndeon (im Norden des Landes) auf Basis von Xinomavro liefern blasse, knackige Weine – perfekt zum Aperitif mit Meze. Bei den Schaumweinen sorgt das kühle Höhenklima für feine Perlage, ideal zu Zucchinipuffern oder Tempura.

Und die Retsina? Vergessen Sie die Klischees. Die moderne Version, fein mit Kiefernharz aromatisiert, bringt eine subtile waldige Note. Zu Calamari, Meeresfrüchten oder kräuterbetonter asiatischer Küche ist das erstaunlich – und es funktioniert.

Wie man richtig auswählt, ohne Fehlgriff

Vor dem Regal helfen ein paar einfache Anhaltspunkte, ins Schwarze zu treffen.

  • Zuerst die Region: Santorin für Spannung, Nemea für Samt, Naoussa für Biss.
  • Rebsorte angegeben: Wenn Sie Assyrtiko, Xinomavro, Agiorgitiko oder Malagousia sehen, liegen Sie richtig.
  • Gewünschter Stil: leicht und frisch zum Aperitif, runder für den Tisch. Die Hinweise des Weinhändlers sind Ihre Verbündeten.
  • Kluge Kombinationen: Gegrillter Fisch mit lebhaften Weißweinen; Meze und Salate mit aromatischen Weinen; Gegrilltes und Pasta mit Tomatensauce mit feinen Rotweinen.

Kurz: Etikett lesen, beim Weinhändler nach dem Stil fragen und an das denken, was Sie heute Abend kochen.

Zum Schluss

Die Stärke griechischer Weine ist ihre Aufrichtigkeit: Frucht, Energie, eine klare Identität. Starten Sie mit einem gut gekühlten Assyrtiko, machen Sie mit einem Xinomavro zu geröstetem Gemüse weiter und behalten Sie im Kopf: Es gibt keine „richtige» Antwort, nur schöne Begegnungen. Die nächste? Vielleicht ein Rosé aus der Höhe fürs Wochenende. Aufmachen, einschenken, probieren – Griechenland erledigt den Rest.

Häufige Fragen zu griechischen Weinen

Welche griechischen Rebsorten sollte man unbedingt entdecken?
Beginnen Sie beim Weißwein mit Assyrtiko (Santorin), dann Malagousia und Moschofilero. Beim Rotwein Xinomavro (Naoussa, Amyndeon), Agiorgitiko (Nemea) und auf Kreta Liatiko/Kotsifali für weiche, würzige Rotweine.
Zu welchen Gerichten serviert man einen Assyrtiko von Santorin?
Austern, Ceviche, gegrillter Fisch oder im Ofen gebackene Dorade. Seine zitronige Spannung und die salzige Note beleben Meeresfrüchte und weißfleischige Fische.
Worin liegt der Unterschied zwischen Xinomavro und Agiorgitiko?
Xinomavro ist straff, mit Kirsche, getrockneter Tomate und Pfeffer bei schlanker Struktur. Agiorgitiko ist geschmeidiger, mit reifen roten Früchten und milden Gewürzen – ideal zu Braten und geselliger Küche.
Sind die Rosés aus Amyndeon trocken oder süß?
Überwiegend trocken, blass und knackig. Auf Xinomavro-Basis glänzen sie zum Aperitif mit Meze, Salaten und Tempura.
Wie ist die moderne Retsina und womit kombiniert man sie?
Die Retsina der neuen Welle aromatisiert dezent mit Kiefernharz: aromatisch, klar und frisch. Großartig zu Calamari, Meeresfrüchten und kräuterbetonter asiatischer Küche.
Wie wählt man beim Weinhändler einen guten griechischen Wein aus?
Zuerst die Region (Santorin, Nemea, Naoussa), dann die Rebsorte (Assyrtiko, Xinomavro, Agiorgitiko, Malagousia). Nach dem Stil fragen (leicht und frisch oder runder) und an die Kombination mit dem Abendmenü denken.